Flüchtlingshilfe Kleinmachnow

der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde

Dienstag, 8. Oktober 2019

Ausländerbehörde: Runder Tisch ruft zur Fallsammlung auf

Wir veröffentlichen hier den Aufruf des "Runden Tisches " zur Flüchtlingshilfe im Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Sammlung von Fällen zur Entscheidungs-Praxis in der Ausländerbehörde in Werder:

 

Liebe Mitstreiter*innen,
wir wissen alle, dass die Ausländerbehörde in Werder vermehrt Anträge auf Beschäftigungserlaubnis sowie auf Ausbildung/Ausbildungsduldung ablehnt bzw. nicht bearbeitet. Was uns allerdings fehlt, sind systematische Informationen und ein Überblick über die genauen Umstände und darüber, wie viele von dieser restriktiven Praxis betroffen sind. 
Warum das ganze? Einerseits würde uns eine solche "Fallsammlung" ermöglichen auf solider Basis Gespräche mit Politik, Verwaltung und Presse zu führen - soweit im Einzelfall nicht anders abgesprochen, werden die "Fälle" selbstverständlich nur anonymisiert weitergegeben. Andererseits gibt es weiterhin die Möglichkeit, sich - jeweils nach Absprache - bei aufsichtsführenden Stellen  über Entscheidungen, die wir für rechtswidrig halten, zu beschweren.

(Aus dem MIK - Ministerium für Inneres und Kommunale Angelegenheiten Brandenburg - wurden vor wenigen Tagen Zweifel geäußert, ob es sich wirklich um ein flächendeckendes Problem handele, nochmal ein Zeichen, dass wir selbst dokumentieren müssen!)
Rückfragen an Ulrike Rauh (Ehrenamtliche, u_rauh@web.de) und Mara Hasenjürgen (Flüchtlingsrat Brandenburg, hasenjuergen@fluechtlingsrat-brandenburg.de) schicken.

Herzlichen Dank für die Mitarbeit und besten Grüßen,
Kirstin Neumann i.V. für das Flüchtlingsrats-Team
Ulrike Rauh (Ehrenamtliche)
Kirstin Neumann

Flüchtlingsrat Brandenburg I Rudolf-Breitscheid-Str. 164 I 14482 Potsdam
Tel.: 0331 / 71 64 99 I Fax: 0331 / 88 71 54 60
Mobil: 0160 5633193
Beste telefonische Erreichbarkeit Montag und Mittwoch 10-12 Uhr
www.fluechtlingsrat-brandenburg.de
https://www.facebook.com/FluechtlingsratBrandenburg/
Spendenkonto: IBAN: DE33 1605 0000 3501 0100 00 I BIC: WELADED1PMB


Dienstag, 1. Oktober 2019

Runder TIsch Asyl und Migration: Offener Brief an Landrat und Innenminister zu Ausländerbehörde Werder


Der Runde Tisch Asyl und Migration PM beklagt in einem Offenen Brief  diverse Missstände in der Ausländerbehörde des Landkreises mit Sitz in Werder/Havel. Laut Bericht in den Potsdamer Neuesten Nachrichten haben den Brief unter anderem  Siegfried-Thomas Wisch, der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe der Gemeinden Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Marion Höhne sowie die Vorsitzende des Integrationsbeirats Potsdam-Mittelmark, Mónica Vásquez Parra unterschrieben. 

https://www.pnn.de/potsdam-mittelmark/offener-brief-von-fluechtlingshelfern-missstaende-in-der-auslaenderbehoerde/25056460.html

Der Brief im Wortlaut:

Im Juli ist der Runde Tisch erstmals zusammengekommen: ein Bündnis aus insgesamt rund vierzig VertreterInnen der Zivilgesellschaft, die beruflich oder ehrenamtlich mit Geflüchteten zu tun haben. Zunehmende Irritation über Entscheidungen der Ausländerbehörde, insbesondere im Falle von Beschäftigungs- und Ausbildungserlaubnissen, hat diese Menschen zusammengebracht: Seit mehreren Monaten beobachten sie, wie AntragstellerInnen die Aufnahme einer Arbeit verweigert wird – entweder ganz ohne oder mit rechtlich frag-würdiger Begründung. In der Folge verlieren Menschen, die teilweise schon seit zwei Jahren ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, ihre Arbeit und fallen zurück in den Leistungsbezug durch Jobcenter oder Arbeitsagentur. Sie werden in die Tatenlosigkeit gezwungen, deren negative Auswirkungen bis hin zu Depressionen man kaum näher erläutern muss. Und auch die ArbeitergeberInnen sehen sich durch diese Praxis geschädigt: erprobte ArbeitnehmerInnen fallen plötzlich aus, und in Praktika angeworbene Auszubildende können ihre Ausbildung wider Erwarten und allen Bemühungen zum Trotz nicht antreten.

So haben sich auch betroffene ArbeitgeberInnen dem Runden Tisch angeschlossen.

Im August hat dieses Netzwerk den Offenen Brief verfasst und bis vergangenen Montag Unterschriften gesammelt. Mehr als mehr als einhundert Unterschriften kamen hierbei zusammen.

Wir erwarten von den Verantwortlichen in der Kreispolitik, dass sie die Behörde personell, finanziell und organisatorisch so ausstattet, dass qualitativ hochwertige Dienstleistung im Sinne gelingender Integration möglich ist.

Wir sind interessiert an Gesprächen mit Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.

Wir setzen einige Hoffnung in die neue Leiterin der Behörde. Zwar kann sie sicherlich nicht von heute auf morgen alles umkehren und aufholen, was durch viele Jahre stiefmütterlicher Behandlung durch die Kreispolitik verursacht wurde.

Auch den Teilnehmenden am Runden Tisch ist klar, dass die Arbeit in einer Ausländerbehörde ausgesprochen anspruchsvoll ist: Rechtlich komplexe Zusammenhänge müssen AntragstellerInnen verständlich gemacht werden, die des Deutschen oft (noch) nicht mächtig genug sind und die ganze Situation

zudem gemäß ihrer eigenen Kulturmuster zu lösen versuchen. Kulturmuster, die die deutsche Seite wiederum nicht ohne weiteres versteht. Diese Schwierigkeiten sind den MitstreiterInnen des Runden Tisches aus eigener Erfahrung mit Geflüchteten nur allzu bekannt.

Deshalb erwarten wir, dass das Personal für die Arbeit in der Ausländerbehörde einschlägig geschult und kontinuierlich angemessen unterstützt wird, um dieser Herausforderung gerecht zu werden und den AntragstellerInnen durch Rechtssicherheit und Beratung die Integration zu ermöglichen.

Die oberste Leitung des Landkreises und das Innenministerium mögen ihre Dienstaufsicht in diesem Sinne ausüben!

Donnerstag, 26. September 2019

Ausstellung "Empfindungen ausdrücken" in Zehlendorf



Mersedeh, Mohannad und Watheq haben sich schon in ihren Heimatländern mit dem Malen beschäftigt. Sie haben das dann auch in ihren Zimmern in den Gemeinschaftsunterkünften an der Lissabonallee und am Hohentwielsteig mit geschenkten Farben fortgesetzt und kommen seit Juni 2019 regelmäßig zusammen, um zu malen. Dabei werden sie von dem Maler Nil Ausländer unterstützt und beraten.

An diesem Freitag, 27. September, um 19:00 Uhr 


laden die drei Künstler ein zur Eröffnung ihrer gemeinsamen Ausstellung mit dem Titel 

"Empfindungen ausdrücken" 

im Foyer der Ifarus PLUS GmbH (Physio & Fitness),
Potsdamer Chaussee 80, 14129 Berlin (Eingang bei der Apotheke, 2. Etage) 


Mersedeh hat zwei Jahre in Iran Kunst studiert und wünscht sich ihr Studium in Deutschland fortzuetzen. Für Watheq bedeutet Malen für einen Moment die Sorgen um seine Familie im Irak zu vergessen. Mohannad malt um seine Empfindungen auszudrücken und hat zum Ziel an der TU zu studieren. 

Ausstellung bis 31.12. 2019


Alle sind herzlich eingeladen!!
 

Das Team vom Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf

Mittwoch, 11. September 2019

27. September "Tag des Flüchtlings" in Potsdam

Aktionstag anlässlich des „Tags des Flüchtlings“: SOS an den EU Außengrenzen. Potsdam - ein sicherer Hafen!? 

27. SEPTEMBER 2019 16:00 – 23:00 POTSDAM 

Mehr als 20 Organisationen, Initiativen und engagierte Einzelpersonen laden zum Aktionstag ein, um zu informieren, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und gemeinsames Handeln zu entwickeln. 

Von 16:00 bis 23:00 gibt es im studentischen Kulturzentrum (KuZe) Filme, Vorträge, Theater, Podiumsdiskussion, Infostände, Musik, Mitmachaktionen und vieles mehr. 


Programm https://kuze-potsdam.de/veranstaltung//termin/event//tx_cal_phpicalendar/2019/09/27/sos_an_den_eu_aussengrenzen_potsdam_ein_sicherer_hafen.html


Montag, 2. September 2019

21./22. September: Todesursache Flucht - 24- Stunden-Lesung in Teltow


Als Teil der Interkulturellen Woche findet am Wochenende 21./22. September in der Teltower St. Andreas Gemeinde eine

24-Stunden-Lesung 

statt. Gelesen wird aus: "Todesursache: Flucht - Eine unvollständige Liste" je 3x15 Minuten im Anschluss folgt eine 15-minütige Aktion.

Am Nachmittag wird das Team vom Begegnungscafé für Kaffee und Kuchen auf einer langen Tagfel für Verpflegung sorgen, ab dem frühen Abend wird der Männerkochkreis dort zum warmen Abendbrot einladen.

Sie möchten mitmachen und

- in einer bestimmten Zeit lesen? oder
- eine 15-minütige Aktion kreativ füllen?

Informationen und Anmeldungen bei: Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas Teltow, 03328 303140 oder Martin Bindemann (martin.bindemann@gmx.de)

Mittwoch, 28. August 2019

Ab 1. September: Lauftreff alle 14 Tage in Zehlendorf


Das Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf lädt alle Interessierten herzlich zu einem Interkulturellen Lauftreff ein, der ab September alle zwei Wochen sonntags stattfinden wird. Zur Teilnahme sind alle eingeladen, die Spaß daran haben, sich zu bewegen - Alteingesessene,  Zugereiste und Geflüchtete. Auf dem Programm steht eine lockere Mischung aus Laufen und Übungen unter fachkundiger Anleitung. Entscheidend dabei sind nicht Ehrgeiz und Leistung, sondern Bewegung, gute Laune und der Wunsch, sich untereinander kennenzulernen.


Termin Sonntags (14-Tägig ab 1.9) um 14 Uhr 
Start:  Mehrgenerationenhaus Phoenix, Teltower Damm 228 in Zehlendof
(
Haltestelle Am Birkenknick Bus 285/X10
Dauer: ca 1 Stunde 

Folgetermine: 
15. / 29. September, 13. /27. Oktober. 

Anmeldungen per E-Mail  an sport@wikobuesz.berlin

Samstag, 17. August 2019

ZEITZEUGENGESPRÄCH „30 JAHRE FRIEDLICHE REVOLUTION“ IN BABELSBERG MIT MATTHIAS PLATZECK UND STEPHAN FLADE

E I N L A D U N G

ZUM ZEITZEUGENGESPRÄCH „30 JAHRE FRIEDLICHE REVOLUTION“

MIT MATTHIAS PLATZECK, MINISTERPRÄSIDENT A. D., STEPHAN FLADE, PFARRER
I. R.

(moderiert von Klara Geywitz MdL, Martina und Günther Kruse, Initiatoren und
Koordinatoren des Begegnungscafés)

WANN: Dienstag, 27. August, 10.00 - 11.30 Uhr

WO: Freizeitstätte der Evangelischen Kirche Babelsberg,
Karl-Liebknecht-Straße 28

Die Ereignisse des Jahres 1989 sind uns heute Mahnung und Ermutigung
zugleich. Die Mutigen von damals zeigen uns, dass Zivilcourage und der
Ruf nach Freiheit die Welt verändern können.

Wir Potsdamer wollen gemeinsam mit unseren neuen Nachbarn aus Syrien,
Afghanistan, Sudan, Eritrea, … über das einzigartige Ereignis des 20.
Jahrhunderts, das Ende einer Diktatur mit friedlichen Mittel erstritten
zu haben, mit zwei prominenten Zeitzeugen aus Potsdam ins Gespräch
kommen.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft!“ (Humboldt). Wir
freuen uns daher sehr, Sie zu diesem besonderen Zeitzeugengespräch
einladen zu können. Viele Babelsbergerinnen und Babelsberger haben,
auch und besonders von den Impulsen, die von der evangelischen
Friedrichskirche ausgingen, zum Fall der Mauer mit beigetragen. Es ist
Anlass für uns, auf diese Zeit zurückzuschauen und ihre Wirkung auf
unser heutiges Leben zu diskutieren.


Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung gebeten:
fluechtlingshilfe-kirche-babelsberg@gmx.de; Tel.: 0331.705208 (außer
zw. 13.00 und 15.00 Uhr)



Das Begegnungscafé der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg feierte
in diesem Jahr seinen dritten Geburtstag. Mehr als 10.000 Geflüchtete
und Einheimische waren Gäste im BC; über 2.400 Helferstunden leistete
das Team.