Flüchtlingshilfe Kleinmachnow

der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde

Dienstag, 14. Mai 2019

"Lange Bearbeitungszeiten, fehlende Vermerke, ständig wechselnde Sachbearbeiter" - Ergebnisse der Akteneinsicht in der Ausländerbehörde in Werder der Kreistags-Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen

Auf der Kreistagssitzung am 9. Mai 2019 waren die Abläufe in der Ausländerbehörde in Werder auf der Tagesordnung. Wir veröffentlichen hier den Bericht der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Wortlaut:

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"Mitteilung an alle Fraktionen zur Kreistagssitzung am 9.5. 2019 zur Anfrage an den Landrat betreff Ausbildungsduldung für zwei Migranten im LK PM und diesbezüglicher Antrag auf Akteneinsicht in der Ausländerbehörde

Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Kreistag haben eine Anfrage zum Thema sowie einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Anlass waren zwei Fälle bei denen die Antragsteller derzeit eine Duldung besitzen, aber auch eine Ausbildung beginnen möchten. Dazu ist eine Ausbildungsduldung notwendig, die beantragt werden muss. Beide Antragsteller werden von ihren gewünschten Ausbildungsbetrieben unterstützt, zumal dort bereits längere Praktika absolviert wurden und der reguläre Ausbildungsbeginn erwünscht ist.

Aufgrund der nicht ergangenen positiven Entscheidungen der Ausländerbehörde haben sich die Antragsteller über ihre Betreuung unter anderem schon an die IHK Potsdam, die Landesregierung und Mitglieder des Bundestages gewandt und um Unterstützung gebeten. MdB Annalena Bearbock hat daraufhin zwei Anfragen an den Landrat gestellt, deren Beantwortung besonders im zweiten Fall für Irritationen gesorgt hat. Gleichzeitig sind beide Fälle inzwischen zweimal Gegenstand der Berichterstattung der RBB Abendschau gewesen. Der Gesamtvorgang ist der Fraktion zur Kenntnis gelangt und hat zu einer Anfrage als auch einem Antrag auf Akteneinsicht geführt.

Die Akteneinsicht wurde am 19.03.2019 durchgeführt und bezog sich konkret auf die beiden Akten der jeweiligen Antragsteller. Hierbei wurde deutlich, dass in der Ausländerbehörde keine elektronische Aktenführung existiert. Es wird ausschließlich mit der Handakte in Papierform gearbeitet. Damit ist weder eine zentrale Recherche nach Vorgängen möglich noch existiert eine durchgängige Qualitätssicherung oder Vorgangsüberwachung. Für jeden Aktenzugriff muss die Sachbearbeiterin seinen Arbeitsplatz verlassen und aus dem zentralen Register die Akte abholen. Eine zentrale Übersicht über die Verfahrensstände ist damit nicht möglich.

Bei den naturgemäß längeren Laufzeiten der Vorgänge kommt es in der Folge zu einem häufigen Sachbearbeiterwechsel in der Bearbeitung aufgrund von Urlaub, Krankheit usw. Im konkreten Fall waren sechs verschiedene Sachbearbeiter am Vorgang beteiligt. Gleichzeitig finden sich nur wenige Vermerke oder Berichte in der Akte, die den derzeitigen Stand des Verfahrens so aufzeigen, dass auch bei einem Sachbearbeiterwechsel ohne großen Aufwand an den bisherigen Stand angeknüpft werden könnte. Zum Teil fehlen Vermerke vollständig. Es bestehen somit ganz grundsätzlich keine Arbeitsbedingungen, die eine effektive und hochwertige Sachbearbeitung ermöglichen. Hier dürfte ein wesentlicher Grund der Unzufriedenheit im Bereich der Mitarbeiterinnen liegen, die auch im Jahresbericht des Fachbereiches angemerkt wurde.


In der Folge ergeben sich für die Antragsteller lange Bearbeitungszeiten oder Entscheidungen, die wie im vorliegenden Fall, schwer nachvollziehbar sind. Offenkundig wurde, dass im Bereich der Ausländerbehörde derzeit verwaltungsorganisatorische Defizite bestehen, die dringend verbessert werden müssen. Insbesondere ist eine qualifizierte elektronische Vorgangsbearbeitung einzuführen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hält diesen Punkt für so wichtig, dass eine Information aller Kreistagsmitglieder vor Ende der Wahlperiode erfolgt, um zu gewährleisten, dass in der neuen Wahlperiode gerade in dieser Behörde die personellen und organisatorischen Veränderungen getroffen werden, um Ermessensspielräume auszuloten und die Bearbeitungszeiten zu verkürzen.

Kreistagsabgeordneter Henry Liebrenz für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN"

Mittwoch, 1. Mai 2019

Märkische Allgemeine: Teltower Hotel wird wieder Flüchtlingsheim

http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Teltow/Teltower-Hotel-wird-wieder-Fluechtlingsheim2

Absage. Fest der Willkommensbündnisse am 4. Mai fällt aus!!! Neuer Termin im Sommer geplant

Da nach der Wetterprognose für kommenden Samstag Temperaturen von maximal 9 Grad und eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent angesagt sind und unser Fest draußen auf einer großen, nicht überdachten Rasenfläche stattfinden soll, haben wir uns schweren Herzens und mit Rücksicht auf alle Beteiligten dazu entschlossen, das Fest zu unserem fünfjährigen Bestehen am 4. Mai abzusagen.

 NEUER TERMIN IM SOMMER

Gleichzeitig beabsichtigen wir, die bereits vollständig organisierte Veranstaltung in Absprache mit dem Haus am Waldsee auf einen neuen Termin im Sommer zu verschieben. Sobald uns dieser vorliegt, werden wir Sie umgehend informieren.

KAFFEETREFF IM "HAUS AM WALDSEE"  AM 4. MAI UM 13 UHR

Wir bitten um Verständnis und laden stattdessen alle Interessierten herzlich zu einem "Dankeschön-Kaffee" an diesem Samstag, 4. Mai, um 13:00 Uhr in die Cafeteria des Hauses am Waldsee ein, wo dann auf alle auch ein kleines Geschenk wartet. Wegen der dafür notwendigenReservierung bitten wir um eine kurze Rückmeldung, ob Sie dabei sein werden.

EMAIL: info@wikobuesz.berlin

Dienstag, 23. April 2019

Unterkunft in Teltow öffnet ab 1. Mai für neue Bewohner

Der Landkreis Potsdam Mittelmark muss 2019 insgesamt 841 Personen aufnehmen. Davon
sind bereits ca. 230 Personen aufgenommen. Die Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Brück wird spätestens zum 3.10.2019 schließen. Die meisten Bewohner aus Brück werden in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Michendorf untergebracht.

Die Gemeinschaftsunterkunft in Teltow, Potsdamer Straße 5,  wird ab 1. Mai wieder bezogen (ca. 160 Plätze). Der Landkreis sucht derzeit nach 1-2 neuen Objekten, die möglichst zentral
liegen.

Im Landkreis leben zurzeit 4% ausländische Personen, also Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Das sind etwa 8700 Personen, Tendenz seit Jahren steigend. Über die Hälfte davon sind Menschen aus der EU bzw. anderen europäischen Nicht-EU-Staaten.

Die Top-5-Herkunftsländer sind Polen, die  Russische Föderation, Rumänien, Syrien und Bulgarien. Fast jede/r 4. Zugewanderte ist jünger als 25 Jahre, drei Viertel sind jünger als 45 Jahre alt, 57 Prozent sind männlich. Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge machen 17 Prozent aller ausländischen Personen im Landkreis aus.

(Die Zahlen beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2018) 


 















Quelle: Landkreis Potsdam-Mittelmark/Integrationsbeauftragte

Donnerstag, 4. April 2019

Zuspruch und Unterstützung - Vier Jahre Begegnungscafé in der "Alten Schule"


Seit vier Jahren bieten wir jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr ein Begegnungscafé in der "Alten Schule" in Kleinmachnow an. Darüberhinaus leisten Ehrenamtliche vielerlei Unterstützung für geflüchtete Menschen, die zu uns kommen. Der folgende Text ist im aktuellen Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde erschienen. .

Zuerst einmal Dank an alle, die kleine oder größere Zeitfenster für die Geflüchteten spenden.
Dank auch an diejenigen, die finanzielle Hilfe leisten. Die Flüchtlingshilfe in Kleinmachnow ist weiterhin notwendig und sehr sehr hilfreich.

Die Menschen benötigen für ihren Alltag zum Deutschlernen, für Behördengänge und für die Wohnungssuche dringend weiterhin Hilfe.

Die Realität ist, dass sich viele  Helfer und Helferinnen von 2015 inzwischen wieder in ihrem Privatleben eingerichtet haben. Realität ist aber auch, dass es Unermüdliche gibt, die weiterhin einen  kleinen oder größeren Teil ihres Lebens damit zubringen, anderen bei der Integration zu helfen. Wohnungen zum Beispiel findet man als Migrant eigentlich nur mit Hilfe von deutschen Fürsprechern- und sprecherinnen, die z. Bsp. bei den Hausverwaltungen anrufen und notfalls bei Problemen mit dem Papierwust helfen, den man mitbringen muss, wenn man zu einer Wohnungsbesichtigung geht und sie dann vielleicht sogar noch begleitet.  Die Geflüchteten müssen ihren Beitrag selber leisten. Die meisten finden im Internet passende Wohnungsanzeigen, aber es hilft, wenn eine deutsche Stimme anruft! Sie können sich auch selbst um die notwendigen Papiere kümmern. Dabei helfen auch die Sozialarbeiter in den Heimen, aber es bleiben oft offene Fragen, die nicht selbst gelöst werden können.

BERATUNG FÜR PATEN UND UNTERSTÜTZER

Es ist wichtig, dass wir Helfenden und Paten uns auf bestimmt Zeitfenster begrenzen, damit uns das zusätzliche Ehrenamt nicht über den Kopf wächst. Das kann man klar kommunizieren. Regelmäßige Beratungs- und Reflexionsgespräche unter der Anleitung einer erfahrenen Supervisorin, in denen man den Kopf wieder frei bekommt und Probleme besprechen kann, finden genau dafür statt, der nächste Termin ist am 23. April um 19:30 im Begegnungscafé, Zehlendorfer Damm 212. Anmeldung wäre nett, ist aber nicht unbedingt notwendig. Einfach hingehen!!

UNTERSTÜTZUNG IM BEGEGNUNGSCAFÉ

Tätige Hilfe braucht weiterhin das Begegnungscafé als Verstärkung des Teams sonntags von 13:00 -17:00, gern auch einmal monatlich.  Oder Sie bringen einfach mal einen Kuchen vorbei!

LESEPATEN GESUCHT

Dringende tätige Hilfe und Unterstützung brauchen die Kinder in den Heimen an der Ruhlsdorfer Straße 90 A und B in Stahnsdorf und in der Oderstraße 67 in Teltow in Form von Lesepatenschaften am Nachmittag.  Melden Sie sich bitte in den Büros der Heime.

SPENDEN FÜR KINDERBETREUUNG UND AUSBILDUNG

Finanzielle Unterstützung benötigt auch die Kinderbetreuung parallel zum Deutschkurs für Mütter mit Babys und Kleinkindern in der Oderstraße weiterhin. Im Mai endet der laufende Kurs und es gibt schon eine Warteliste für den nächsten Kurs.

Und nicht zuletzt: Unser junger syrischer Freund N.* liegt mit sehr guten Noten auf der Zielgraden seiner Physiotherapie-Ausbildung. Die Spenden für die Ausbildungsförderung reichen jetzt noch bis Ende Mai. Wir bitten Sie von Herzen um die noch benötigten 1250 Euro bis zum  Ende seiner Ausbildung im Oktober, gern in jeder kleinen Teilsumme. 

Spenden Sie bitte mit dem Kennwort: „Kinderbetreuung“ oder „Ausbildungsförderung für N.“ auf das Kirchenkonto:

IBAN:DE85 1605 0000 3523 0301 01,
BIC: WELADED1PMB.

Wenn Sie Ihre Adresse mit angeben, bekommen Sie eine Spendenbescheinigung.
Heißen Dank!


Marion Welsch

*Aus datenschutzrechtlichen Gründen veröffentlichen wir hier den vollen Namen nicht. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie uns

info@fluechtlingshilfe-kleinmachnow.de





Dienstag, 2. April 2019

Nächste Beratungstermine

Liebe Engagierte in der Flüchtlingshilfe,

hier kommen zum Vormerken die neuen Termine im

Begegnungscafé Kleinmachnow bis zum Juni 2019:

Dienstag, 14.5.2019

Dienstag, 25.6.2019


... jeweils 19.30 Uhr, Zehlendorfer Damm 212 in Kleinmachnow.

Wir bieten in Zusammenarbeit mit ISA e.V. regelmäßige Beratungs- und Reflexionsgespräche unter der Anleitung einer erfahrenen Supervisorin an. Sie sind herzlich eingeladen zum Austausch und Kraft tanken!